Da ich den Monat Mai weitestgehend in London verbracht habe, für eine Sprachreise, habe ich kaum was gelesen. Ich hätte natürlich das Buch mit in den Lesemonat von Juni packen können, allerdings finde ich dieses Buch so besonders, dass ich es euch einzeln vorstellen will.
Gekauft habe ich dieses Schmuckstück auf der Leipziger Buchmesse 2018, eigentlich wollte ich auch einen Beitrag schreiben, wie mir die Messe gefallen hat aber irgendwie ist das auch schon wieder drei Monate her…
Dann fangen wir erstmal mit dem langweiligen Teil an.

Infos:
Verlag: btb (erschien im März 2017)
Bewertung: das Buch hat 5 von 5 Sternen erhalten
Autor: Ferdinand von Schirach
Seitenanzahl: 134
Preis: 10,00€
ISBN: 978 – 3442715008

Inhalt:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, sagt das Grundgesetz. Aber das ist falsch. Denn sie wird jeden Tag angetastet.

Ferdinand von Schirach beschäftigt sich mit den brisanten Themen unserer Zeit und gibt Einblick in ganz persönliche Gedanken wie das Schreiben oder das Rauchen.

 

Rezension:

Ich gebe zu, der Klappentext gibt wirklich nicht viel her. Aber Ferdinand von Schirach schreibt in diesem Buch, welches aus vielen kleinen Essays besteht über die Würde des Menschen. Das klingt jetzt vielleicht erstmal langweilig, aber er hat eine einzigartige Art zu schreiben und die Dinge zu hinterfragen. Was ist schuld? Wer entscheidet darüber was Gut und Böse ist? Hat überhaupt jemand das recht das zu entscheiden? Sind wir nicht alle gleich, wie kann da jemand böser sein als der andere? Wiegt ein Leben das andere auf? Was macht einen Täter zum Täter? Heiligt der Zweck das Mittel? Diese und noch viele weiter Fragen werden dem Leser in diesem Buch gestellt. Als ich begonnen habe, das Buch zu lesen, dachte ich mir ach komm 134 Seiten das lese ich doch an einem Nachmittag aber falsch, jedes der Essays wirft tausende von Fragen auf und ich brauchte erstmal ein paar Stunden um meine Gedanken zu sortieren und weiter zu lesen.
Ferdinand von Schirach hat Jura studiert und dann begonnen über seine brisantesten Fälle zu schreiben, bis er sich irgendwann ganz auf das Schreiben konzentriert hat. Er ist ein unglaublich beeindruckender und intelligenter Mann. Er wählt seine Worte mit Bedacht und seine Bücher sind sicherlich keine leichte Strandlektüre aber sie sind absolut lesenswert. Deswegen an dieser Stelle ganz große Buchempfehlung!

So und das war auch der letzte Lesemonat den ich aufzuholen hatte. Jetzt bin ich wirklich wieder up to date, ich glaubs ja gar nicht. Dann hoffen wir mal, dass das auch so bleibt ;). Passt auf euch auf und wir hören, lesen, sehen uns nächste Woche wieder bei einer neuen Rezension.

Alles liebe

Leseblumen