Ein wie üblich viel zu später Lesemonat. Da ich den Oktober viel gereist bin und erst im November zurück gekommen bin, hatte ich nicht viel Zeit einen Lesemonat hochzuladen. Aber wie immer heißt es lieber spät als nie und somit lasst uns beginnen mit dem Lesemonat für Oktober. Begonnen hat dieser Monat mit dem ersten Teil der bekannten Reihe Shadow falls Camp.

Im Shadow Falls Sommercamp lernen Werwölfe, Vampire, Hexen, Feen und Gestaltwandler mit ihren übernatürlichen Kräften umzugehen.
In Kylies Leben geht alles schief: Ihre Eltern lassen sich scheiden, ihr Freund hat Schluss gemacht, und ihre Mutter schickt sie auch noch in ein Sommercamp. Doch Shadow Falls ist anders: Hierher kommt nur, wer übernatürliche Kräfte hat – Feen, Hexen, Vampire, Gestaltwandler und Werwölfe. Auch Kylie soll besondere Fähigkeiten haben – wenn sie nur wüsste, welche …
Doch plötzlich wird das Camp bedroht. Nur, wenn sie alle ihre besonderen Kräfte gemeinsam einsetzen, werden sie die übermächtigen Feinde besiegen können.

Ich glaube diese Reihe ist wieder eine ganz typische „liebs oder lass es“ Reihe. Denn ich muss sagen vor ein paar Jahren hätte ich mich bestimmt mit der Hauptprotagonistin identifizieren können aber dieses ewige hin und her. Dieses „bin ich besonders oder nicht und bin ich nicht viel besonderer alles alle anderen“, nein da muss ich einfach sagen, da bin ich raus. Diese unsicheren oft sehr launischen/pubertierenden Charaktere, sind mir persönlich zu ungefestigt und anstrengend. Der Aufbau der Geschichte, hatte auf jeden Fall immer wieder höhen und tiefen aber alles in allem eine gute Geschichte. Auch der Schreibstil war sehr angenehm. Mir persönlich hat einfach der Anspruch gefehlt. Eine sehr flache Geschichte, die einfach nicht lange im Kopf bleibt und wenige ernsthafte Fragen aufwirft. Alles in allem war es ein solides Buch und hat von mir 3 von 5 Sternen erhalten.
Lasst uns weiter machen wir haben schließlich noch einiges vor. Mein nächstes Buch für den Monat Oktober, war dann irgendwie das genaue Gegenteil von dem ersten. Denn nach vielen Jahren habe ich mich dazu entschieden Wüstenblume von Waris Dirie zu lesen.

Vom Nomadenleben in der somalischen Wüste auf die teuersten Designer-Laufstege der Welt – ein Traum. Und ein Alptraum, denn Waris Dirie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten.
In »Wüstenblume« bricht sie ihr jahrelanges Schweigen und erzählt ihre Geschichte. Heute kämpft sie als UNO-Sonderbotschafterin gegen die Genitalverstümmelung, die täglich 6000 Mädchen weltweit erleiden müssen.

Vielen ist wohl die Geschichte, der jungen Nomadin Waris bekannt. Auch ich bin schon mit einigem Vorwissen in die Geschichte rein gegangen. Da ich früher auch einen Kurs bzw. ein Projekt hatte, welches sich viel um Menschen/Mädchenrechte gedreht hat war ich sehr gut informiert. Das Buch hat mich also nicht so sehr verstört wie ich es schon von vielen anderen gehört habe, allerdings war es durchaus sehr interessant mehr über das Nomadenleben und den Alltag der dort lebenden Gemeinschaft zu erfahren.
Ich werde das Buch auch nicht bewerten, da ich der Meinung bin ich habe nicht das Recht über ein Leben zu urteilen und es mit Sternen bzw. Punkten zu beurteilen.
Die Geschichte ist sehr lesenswert und ich kann sie jedem empfehlen, auch denjenigen, die sich jetzt vielleicht denken: Nein also dass ist mir einfach zu ergreifend. Denn ich vertrete ganz stark die Meinung, dass grade wir uns auch mit den Gesellschaftsformen anderer Länder auseinander setzen muss.
Weiter ging es mit dem ersten Teil der Arkadien Reihe. Ich habe schon einiges über diese Reihe gehört und war umso enttäuschter von der Umsetzung.

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa, als wäre sie in einen alten Film geraten der Chauffeur, der ihre zufällige Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die Gerüchte um zwei Mafiaclans, die seit Generationen erbittert gegeneinander kämpfen: die Alcantaras und die Carnevares, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandro. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist …

Das Thema Gestaltwandler ist für mich einfach so durch, was haben wir nicht alles gelesen über Gestaltwandler und die Kulisse in der das Buch spielt ist wirklich schön aufgebaut. Aber und jetzt kommt das große, gigantische ABER, die Umsetzung mit der „Verwandlung“, hat mir so überhaupt nicht zugesprochen.
Auch die Protagonisten, waren für mich zu unspektakulär, zwei Teenies aus schwierigen Familien und einer Liebesgeschichte a la Romeo und Julia. Ne Freunde das war nichts und deswegen von mir nur 2,5 von 5 Sternen.
Kommen wir zum dritten Buch in diesem Monat und hier auch zu meinem absoluten Monatshighlight.

Liebe ist langmütig. Liebe ist geduldig. Aber Liebe ist nicht blind … … und sie sieht nicht ewig zu, wie Emma leidet.
Genau das aber macht Evan so gefährlich – wenn er die Striemen auf ihrem Rücken entdeckt und die Brandwunden auf ihren Armen … wenn er herausfindet, dass ihre Stiefmutter sie brutal misshandelt, wird er sie befreien wollen aus dieser Hölle auf Erden.
Und weil Emma das spürt, stößt sie Evan mit Nachdruck von sich. Den Menschen, dessen Liebe sie heilen könnte. Den Menschen, den sie am meisten begehrt. Weil diese Liebe sie das Leben kosten kann …

Ja die Rede ist von Liebe verletzt einem amerikanischen Buch, geschrieben von Rebecca Donovan. Dieses Buch hat mich so so sehr geflasht, dass ich danach total unfähig war etwas anderes zu lesen oder anzuschauen. Das Leben von Emma, ist unglaublich ergreifend,sie ist eine so starke und selbstbewusste Charaktere, die mich immer wieder zum staunen gebracht hat. ABER ACHTUNG, dieses Buch ist nichts für jemanden, der vielleicht selbst Probleme mit Misshandlung hat und sich von diesem Buch Tipps oder Ratschläge erhofft, nein definitiv nicht. Man muss das Buch als das sehen, was es auch ist ein unglaublich ergreifender Thriller.
Und dann ist wir doch tatsächlich bei letzen Buch für den Monat Oktober angekommen und das war wohl echt der Jahresflop, super enttäuschend aber leider passiert sowas auch manchmal, die Rede ist von Stolz und Vorurteil von Jane Austen.

Nicht weniger als fünf Töchter haben die Bennets standesgemäß unter die Haube zu bringen. Kein leichtes Unterfangen für eine Familie auf dem Land, die nur über ein bescheidenes Vermögen verfügt. Ausgerechnet die intelligente Elizabeth, das Lieblingskind des Vaters, erweist sich als besonders schwieriger Fall. Zum allgemeinen Unverständnis hat sie die Stirn, den Antrag eines wohlsituierten Pfarrers auszuschlagen. Statt dem Drängen der Familie nachzugeben, folgt Elizabeth hartnäckig ihrem eigenen Urteil …

„Entschuldigung, leider habe ich Sie nicht verstanden“, ja ich habe dieses Buch einfach nicht verstanden. Vielleicht war ich nicht in der Lage, die Botschaft zwischen den Zeilen zu lesen denn ich habe mich während der gesamten Handlung nur gelangweilt.
Mr. Darcy war der einzige Protagonist, der wenigstens ein bisschen Witz und Verstand hatte, der Rest vom Fest war wirklich unglaublich ermüdend. Und diese Dialoge oh man, mit der Sprache hatte ich ja eher weniger Schwierigkeiten, aber diese Unterhaltungen oh mein Gott.
Deswegen hat dieses Buch auch nur einen halben Stern erhalten, denn das Cover fand ich total schön, das war es dann aber auch irgendwie.

Und nun sind wir am Ende. Der Lesemonat hat wirklich einige Genres bedient und war bunt wie der Monat selbst.
Ich wünsche euch jetzt einen wunderschönes Wochenende und setzte mich jetzt an mein neues Currently reading.
Alles Liebe
Leseblumen